DAM Anglerwaage (Taschenformat)

Hallo Leute!

In diesem Bericht möchte ich euch einmal eines meiner ersten Angelgeräte vorstellen die ich überhaupt besessen habe - meine Anglerwaage aus dem Hause DAM. Es ist nun schon gut 15 Jahre her dass ich die Wage geschenkt bekam - damals war die Firma DAM (Deutsche Angelgeräte Manufaktur) noch einer der größten Hersteller für Angelgeräte in Deutschland. Inzwischen ist die DAM in den späten 90ern Konkurs gegangen, wurde aber dann von einem Investor aufgekauft, der heute unter eben diesem Markennamen DAM firmiert. Große Konkurrenz kam in den vergangenen Jahren aus Asien, wo sich auch im Zubehörbereich einiges erneuert und viele alte Produkte heute nicht mehr erhältlich sind. Einige Produkte halten sich aber tapfer gegen den Trend, so auch meine alte Wage, die es auch heute noch in den Geschäften zu kaufen gibt. Hier nun also mein Bericht zu der "DAM Anglerwaage".

@@@@@ Optik @@@@@
Die Wage wird gänzlich ohne Verpackung verkauft - sie besteht aus einem etwa 15x10x2 Zentimeter großen Stück Plastik an dessen unteren Ende ein Haken herausschaut an den man den Fisch dann anbummeln soll. Die Wage selber ist geformt wie ein riesiger Griff und seitlich ist eine Federzugskala eingebracht auch welcher Gewichte von 1-10 Kilogramm oder auch 1-20 Pfund ablesbar sind. Im unteren Bereich der Wage befindet sich noch ein Aufkleber der neben dem Firmenlogo auch die englische Bezeichnung "Scale" trägt. Im Unterteil der Wage ist noch ein Maßband verborgen dass man nach unten aus der Wage herausziehen und mit einem Schubriegel ggf. auch fixieren kann - dieses ist 1 Meter lang.

@@@@@ Benutzung @@@@@
In der Theorie ist die Benutzung ganz einfach - man braucht nur den Fisch an den dafür vorgesehenen Haken hängen, die Wage anzuheben sodass der Fisch frei schwebt und das Gewicht abzulesen - soweit so gut. Schade nur dass es mit der praktischen Umsetzung nicht ganz so leicht ist. Es fängt schon damit an, dass der Haken an den man den Fisch (bis 10 Kilogramm) hängen soll, bei etwas über 5 Kilogramm den Geist aufgibt und einfach aufbiegt. Hat man dieses Problem dann gelöst kann man nur hoffen dass die Feder nicht angerostet ist, denn dieses würde die Messfähigkeit der Wage so sehr beeinflussen dass eine Schätzung bestimmt zu genaueren Angaben führen würde. Bei dem Maßband kommt es nach den vielen Jahren der Benutzung zwar auch zu der einen oder anderen Roststelle, aber Alles in Allem hat es doch immer zuverlässig seinen Dienst verrichtet, sowie die Wage ja eigentlich auch, sehen wir mal großzügig über die mit den Jahren gewachsenen Ungenauigkeit hinweg. Aber irgendwo ist das ja auch meine Schuld - hätte ich nach jedem Angeln die Wage gründlich mit Süßwasser abgespült wäre es nie zu diesen Problemen gekommen - am Anfang war die Wage ja sehr genau.

@@@@@ Bezug und Preis @@@@@
Vor 15 Jahren gab es die Wagen für 6-7 Mark in jedem Angelfachgeschäft, heute muss man dafür schon mal 10 Euro auf den Tisch legen. Unnötig zu erwähnen, dass das 19,56 DM sind....

@@@@@ Fazit @@@@@
Ich finde die Wage nach wie vor lustig und sehr praktisch wenn es darum geht dem Fang gleich an Ort und Stelle ein erste Messung zukommen zu lassen. Besonders positiv ist dabei das Format, denn die Wage verschwindet echt in jeder (Angler)Westentasche. Negativ finde ich das minderwertige Metall am Einhängehaken und die Tatsache dass die Feder so leicht rostet. Alles in allem belohne ich 15 Jahre treue Dienste aber mit 4 Punkten.

Liebe Grüße
Hauke

hinzugefügt: July 7th 2006
Tester: Hauke Pries
Punkte:
zugehöriger Link: DAM
Hits: 1518
Sprache:

  

[ Zurück zur Übersicht der Testberichte | Kommentar schreiben ]