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Seit dem vergangenen Jahr freue ich mich irgendwie auf diese, von Danny Hrubesch und seinem Team, ausgerichtete Veranstaltung besonders doll. Liegt es an der Location in Bad Doberan, am Team oder an der lokeren Atmosphäre und dabei noch gut durchdachten Durchführung? Ich kann es gar nicht so genau sagen, vielleicht auch daran, dass dieser Cup wohl wieder mein letztes Brandungsangeln in diesem Jahr sein wird und ich alles noch mal so richtig genießen möchte. In diesem Jahr gab es wieder einige Überraschungen, die die Vorfreue auf das nächste Mal wohl eher beginnen lässt ... |
Besonders habe ich mich auf all die netten Angler gefreut, die ich schon lange nicht mehr gesehen und gelesen, aber dennoch wiedererkannt habe, ja ja so ein Jahr ist schnell rum ...
Was ist mit den Fischen, sollte man sich nicht auch darauf freuen? Eigentlich schon, nur bei den Fangergebnissen der letzten Wochen machte ich mir erstmal keine Hoffnung auf volle Eimer.
Die Fahrt in die Turnhalle in der Ehm-Welk-Str. in Bad Doberan ging von Berlin aus flott voran, nur einmal mußte ich anhalten, da mein Auto meckerte: "Bitte beim nächsten Tankstopp Ölstand prüfen." Ein Anruf beim Service konnte mich beruhigen, es fehlte nur ein halber Liter, sch... Technik, jammert schon rum, wenn mal ein Tropfen Öl fehlt ;o)
So büßte ich meinen Vorsprung vor Norman und Helge wieder ein, kam aber trotzdem noch pünktlich an und zog für unser Team bereits die Startnummer (E4), da Markus aus Leipzig den weiteren Weg vor sich hatte.
Betty hatte uns lieberweise von Marcel die Köder mitgebracht, es konnte also nichts mehr schiefgehen.

Danny Hrubesch während der Eröffnung
Nach und nach trafen auch Helge und Norman ein, die bereits unsere Unterkunft bezogen hatten, Markus hatte heute einen Bleifuß und stürmte überpünktlich in die Arena wie ein Marathonläufer, wenige bemerkten es, aber unser Applaus war ihm sicher :o)
Viel Platz gab es in der Sporthalle, alle 250 Starterinnen und Starter fanden ausreichend Platz zum Sitzen, Schnacken, Rauchen, Trinken und "roten Kopf kriegen" aber das kommt später, schließlich sind wir ja zum Angeln hier ...
Viele Bekannte konnten wir begrüßen und über das eine oder andere Wichtige sprechen, manchmal war es auch nicht ganz so wichtig, aber wir sind ja schließlich Angler.
Bis zum Beginn der Eröffnung konnten wir uns die Zeit noch an einigen Messeständen vertreiben, mir selbst blieb leider keine Zeit mehr dazu.
Pünktlich um kurz nach halb zwei betrat Danny Hrubesch als Veranstalter den "Ring", der von einer schier unübersehbaren Menge an Angelgerät gesäumt wurde, alle Blicke verharrten und gespannt lauschten wir seinen kurzen aber präzisen Worten zum Ablauf des Angelns. Die Strände wurden enthüllt und ach Du Schreck, stand da nicht unter Nienhagen der Sektor E?? Markus, Du hättest es nicht beschreien sollen.
Sektor A - Kühlungsborn Mutter-Kind-Strand
Sektor B - Kühlungsborn Stadtstrand
Sektor C - Heiligendamm
Sektor D - Börgerende
Sektor E - Nienhagen

Strand von Nienhagen
Wolfgang erklärte uns den Weg zu den Stränden und Danny bat uns, am Strand die Plätze selbst zu besetzen, da er das Geld für die oft gestohlenen Startschilder lieber uns in Form von Gaben zur Verfügung stellen wolle, vorbildlich.
Schließlich sind wir ja alles erwachsene Menschen, recht hat er. Für den Waldweg nach Nienhagen gab es noch eine Warnung für tiefer gelegte Fahrzeuge, schluck oh oh komme ich dort an ...?
Es war noch viel Zeit bis zum Angelbeginn um 16:30 Uhr, trotzdem gab es für die meisten Petrijünger kein Halten mehr. Die Polizei von Bad Doberan sperrte für uns die Kreuzung, damit wir schnell von den Parkplätzen an der Sporthalle herunterkommen und zu unseren Stränden fahren können. Meinen Respekt dafür, dies sollte man sich mal hier in der Hauptstadt an einer neuen bekannten "Sauerstoff Welt" zum Beispiel nehmen, toll.
Mit Betty und Franky im Schlepptau machte ich mich mit Markus auf den Weg zum Strand von Nienhagen, für uns wurde extra ein Waldweg geöffnet, damit wir direkt zum Strand fahren konnten. Ich war begeistert, wie kommt sowas?

Markus startklar zum Abmarsch im Gespensterwald
Normalerweise begegnet man uns als Angler doch eher "zurückhaltend" und empfindet uns als Plagen, heute war alles anders.
Der Weg war noch auszuhalten, auch mein Auto kam gut durchs Gelände und ein Blick auf das Wasser steigerte die Spannung, dickes Wasser, der Wind war noch auszuhalten und kein Kraut in Sicht.
Das Umziehen und Auspacken ging schnell, auch Flo und Marci hatten den langen Weg aus Hamburg direkt zum Strand endlich geschafft. Doch irgend etwas war heute anders in Marcis Gesicht, leicht versteinert und das sonst so freundliche Lächeln sah etwas gequält aus. Was war passiert? ... tiefergelegtes Auto ähm, ich frage lieber nicht weiter nach und wünsche den Beiden viel Glück beim Angeln.
Der Weg zu unserem Angelplatz war durch die lockeren Steine und den Sand etwas beschwerlich, zwischendurch kamen auch schon Beschwerden, dass die Leute einfach nicht an ihren Plätzen stehengeblieben und immer weitergelaufen sind, verständlich.
Markus und ich suchten uns unseren Platz in geeignetem Abstand von unseren rechten Nachbarn und bauten erstmal mein Zelt auf. Damit fertig trauten wir unseren Augen nicht, mein rechter Nachbar stand mit einem Mal keine 30 Meter neben mir. Wo kam der denn nun wieder her, tja zu spät bei diesem Seitenwind kann das ja heiter werden. Also was solls, nicht zu ändern.

Wir wurden herzlich von der Feuerwehr umsorgt
Nachdem wir alles aufgebaut hatten, brauchten wir erstmal ein paar Magentropfen, die Markus uns aus seiner sächsischen Heimat mitgebracht hatte und während wir so fachsimpelten, kam eine Windböe und fast in Zeitlupe machte sich Markus Rutenständer samt Ruten auf den Weg in die Waagerechte. Ein Sprung, Spagat und lange Arme und kurz bevor die Ruten auf den Steinen aufschlugen, landeten sie wie eine Feder in meinen Armen. Puhh, das war vielleicht knapp.
Herzklopfen ... und ein zusätzlicher Beutel mit Steinen sollten ab jetzt Gröberes verhindern.
Um 16:30 Uhr konnten wir endlich anfangen und dann begann das Warten. Ich mußte in größerer Entfernung mit Kralle angeln, da auf dem Sand auch keine 200 Gramm Blei liegen bleiben, vorn in den Steinen ging es auch so. Was jetzt kam, hatten wir befürchtet, aber nicht erwartet, nämlich nichts.
Irgendwann nach 2 Stunden fragte ich mal bei Helge und Norman nach, Helge war gerade dabei, seinen dritten Dorsch zu drillen, bei Norman tat sich auch noch nichts.
Nach gefühlten Stunden landeten bei uns auch endlich die ersten beiden Fische (Wittling und Dorsch) im Eimer, aber alles war irgendwie sehr mühselig. Wenn wir dachten, die Fische gefunden zu haben, waren sie auch schon wieder weg.

Betty und Franky präsentieren ihren tollen Fang
Etwa eine Stunde vor Angelende hatte ich dann die Wittlinge gefunden, leider konnte ich nur noch 2 Stück verhaften, die untermaßigen Dorsche trieben sich heute vor unseren Füßen rum. Viel mehr Bemerkenswertes gab es von unserem Angeln
nicht zu berichten, mit meinem rechten Nachbarn hatte ich mich nur einmal verhakt, vielen Dank für die saubere Angelei an ihn. Vergessen möchte ich natürlich nicht, dass die Helfer der Feuerwehr uns zwischendurch mit frischem und schön heißem Glühwein versorgt haben, das war ein Service, kaum noch zu überbieten. Besten Dank dafür, der tat meiner leicht gelangweilten Anglerseele echt gut.
Für den Rückweg zum Parkplatz nahmen wir dieses Mal den Radweg oben auf der Steilküste durch den Gespensterwald, sehr interessant so im Dunkeln das kleine Waldstück mit seinen verkrüppelten und "furchterregenden" Bäumen.
Flo und Marci warteten bereits, waren von diesem Strand aber auch nicht sonderlich begeistert. Ich hörte nur von 2 zerbrochenen Ruten und und hielt mich mit flotten Sprüchen dann doch lieber zurück ;o)

Die Spannung steigt ...
Den Vogel schossen an unserem Strand Betty und Franky mit 14 strammen Dorschen ab, meinen Respekt für das junge Angelteam.
Die haben es uns mal so richtig gezeigt, wir haben uns alle aufrichtig für die Beiden gefreut.
Der Rückweg nach Bad Doberan wurde nur von einem Geocache in Nienhagen unterbrochen, den ich mit Markus noch erfolgreich gesucht habe und zurück in der Sporthalle gab es das übliche "wenn und hätte Geschwafel", aber auch lecker gegrilltes Fleisch und frisches Bier für die erschöpften Kämpfer.
Zwischendurch zupfte mich Marcel ganz hektisch am Ärmel und sagte: "Bleib hier, bleib hier, jetzt gibts gleich was zu sehen."
Ok, Knipse raus und VIP-Loge gesichert ...

... und ist auf dem Höhepunkt
Da hatten sich die Herren der Feuerwehr doch etwas ganz Besonderes einfallen lassen, ein Striptease für die erschlafften Körper, genau das Richtige, bis zur Auswertung des Angelns. Das männliche Opfer durfte auf die "Bühne" und sich minutenlang von einer jungen hübschen Dame verwöhnen lassen. Die Stimmung im Saal war wieder auf dem Höhepunkt und konnte eigentlich nur noch von den Angelergebnissen getoppt werden.

Reizendes "Angelzubehör" ;o)
Heute habe ich gar nicht auf die Uhr geschaut, die Zeit verging wie im Fluge, bis Danny die Gewinner des Schinkenratens und des Fischlottos, die fleißigsten Teams sowie die Gewinner der großen Startkartentombola bekanntgab.
So muß eine Veranstaltung laufen, die Meute immer bei Laune halten und nicht ewig warten lassen, prima.

Betty und Franky als Zweitplatzierte

Die fleißgsten Teilnehmer
Hier sind nun die Ergebnisse, von denen sich natürlich der 2. Platz in der Gesamtwertung von Betty und Franky absolut heraushebt. Aber auch allen anderen Platzierten und natürlich auch den Besten meinen Glückwunsch und vielen Dank an alle Teilnehmer für ihre Kameradschaft. Danke an Danny Hrubesch und sein Team, an die Feuerwehr und Polizei von Bad Doberan für die Unterstützung. So muß eine Veranstaltung laufen und dann brauchen sich die Veranstalter im nächsten Jahr sicher keine Gedanken um mangelnde Teilnahme machen, egal wie schlimm die Finanzkrise auch noch werden wird.
Zum Schluß ließ Danny noch eine Fischsparbüchse herumgehen, um für krebskranke Kinder zu spenden. Vielen Dank an alle, die einen Euro dafür entbehren konnten.
Damit nahm der tolle Abend einen sher schönen Abschluß.
Euer Karsten
P.S. Die restlichen Bilder könnt Ihr hier betrachten.
| PZ |
Name |
Sektor |
Fischpunkte |
Fische |
| 1 |
di Dio - Klopsch |
A |
1084 |
22 |
| 2 |
Grauting - Schoknecht |
A |
820 |
15 |
| 3 |
Schröder - Krohn |
A |
781 |
15 |
| 4 |
Memmert - Symann |
A |
718 |
14 |
| 5 |
Dorow - Fischer |
A |
640 |
12 |
|
|
|
Gesamt |
178 |
|
|
|
|
|
| 1 |
Hrubesch D. - Hrubesch M. |
B |
322 |
7 |
| 2 |
Schwabe - Krüger |
B |
313 |
7 |
| 3 |
Klötzer - Meisner |
B |
288 |
6 |
| 4 |
Schapat - Zühlke |
B |
273 |
5 |
| 5 |
Guhl - Guhl |
B |
269 |
6 |
|
|
|
Gesamt |
75 |
|
|
|
|
|
| 1 |
Berg - Schultz |
C |
512 |
11 |
| 2 |
Haring - Goldstein |
C |
335 |
7 |
| 3 |
Polzin - Daus |
C |
216 |
5 |
| 4 |
Wachter - Dammann |
C |
206 |
4 |
| 5 |
Blanke - Hapke |
C |
140 |
3 |
|
|
|
Gesamt |
58 |
|
|
|
|
|
| 1 |
Grimm - Mallasch |
D |
347 |
7 |
| 2 |
Koring - Koring |
D |
308 |
7 |
| 3 |
Karrasch - Kropzki |
D |
288 |
7 |
| 4 |
Hartwig - Schade |
D |
212 |
5 |
| 5 |
Jager - Liesek |
D |
198 |
4 |
|
|
|
Gesamt |
59 |
|
|
|
|
|
| 1 |
Adam - Rudolf |
E |
771 |
14 |
| 2 |
Stockfisch - Lange |
E |
580 |
12 |
| 3 |
Dambrowski - Dambrowski |
E |
415 |
9 |
| 4 |
Samson - Pauly |
E |
395 |
9 |
| 5 |
Stiller - Buhl |
E |
381 |
7 |
|
|
|
Gesamt |
116 |
|
|
|
|
|
| Gesamt |
|
|
|
|
| 1 |
di Dio - Klopsch |
|
|
|
| 2 |
Adam - Rudolf |
|
|
|
| 3 |
Berg - Schultz |
|
|
|
| 4 |
Grimm - Mallasch |
|
|
|
| 5 |
Hrubesch D. - Hrubesch M. |
|
|
|
| 6 |
Grauting - Schoknecht |
|
|
|
| 7 |
Stockfisch - Lange |
|
|
|
| 8 |
Haring - Goldstein |
|
|
|
| 9 |
Schwabe - Krüger |
|
|
|
| 10 |
Koring - Koring |
|
|
|
Fische gesamt: 486





