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Über das erste Mai-Wochenende fuhr ich in Richtung Schönberger Strand, da dort die Berliner Meeresangeltage stattfanden. Für den Vorabend war noch ein gemütliches Angeln angesetzt. Da ich die Gegend nicht so gut kenne, rief ich bei Manner vom Brandungsangler-Shop Lütjenburg an, um in Erfahrung zu bringen, was-wann-wo an welchem Strand geht. |
Nach kurzer Absprache erklärte sich Manner spontan bereit mit uns (das waren Jan, Jens und ich) seinen Hausstrand zu beangeln. Wir verabredeten uns für den frühen Abend, da die Dorsche eh erst später den Strand aufsuchten. Naja, sollte mir recht sein. Da der Dorsch in diesem Frühjahr ein Fisch war, den ich eh nur vom Hörensagen kannte.

So trafen wir gegen 19:00 Uhr am Strand ein und kurze Zeit später unsere Montagen ins Wasser zu befördern. Manner konnte schon im Hellen die ersten Butts an Land ziehen, wir Berliner schauten erstmal zu. Der Wind kam schräg von vorn, eine leichte Welle und angetrübtes Wasser ließen uns hoffen. Und wenig später konnten auch wir die ersten Portionsbutts in unsere Eimer legen.

Die Zeit verging wie im Fluge, ich meine es muss so gegen 21:30 Uhr gewesen sein, als ich links neben mir jemanden jubeln hörte, da der Strand ja immer durchaus gut ist für große Fische, lief ich sofort rüber zu Manner. Aber es war kein Dorsch, sondern eine wunderschöne Meerforelle.

Selbst nach etlichen Jahren Brandungsangeln, die erste für ihn an der Brandungsrute. Da lag er, der Fisch der tausend Würfe – so fern und doch so nah! Jeder von uns vieren schlenderte an diesem Abend mal zu einen, mal zum anderen Nachbarn, um zu plauschen, Erfahrungen auszutauschen oder sich mal einen Kümmerling zu borgen. Jens hatte inzwischen auch ein paar schöne Butts und ich konnte noch einen schönen Ü40 in meinen Eimer legen.

Die Zeit verging wie immer viel zu schnell. Wir hatten verabredet bis gegen 23:00 Uhr zu angeln, von Dorschen bisher noch keine Spur. Manner hatte sich schon verabschiedet, er kann schließlich jeden Tag hier angeln, und ich fing auch so langsam an meine Sachen einzupacken und sie im Auto zu verstauen. Aber was war bei Jan und Jens los? Als ich an ihrem Angelplatz ankam, sah es noch so aus als hätten sie gerade begonnen zu angeln – ach, ist es schon so spät, müssen wir los? Aber irgendwie ging es gerade nochmal so richtig ab und die Dorsche fanden doch noch den Weg an den Strand. Da meine Sachen schon im Auto waren, hatte ich wenigstens noch die Gelegenheit noch das eine oder andere Foto zu schießen, während Jan seinen dritten Dorsch fing und Jens auch noch einen schönen Ü40 Butt drehte.

So gegen 1:00 Uhr traten wir dann die Heimreise an. Wir hatten alle unsere Fische gefangen und ein für mich unvergesslicher Tag neigte sich dem Ende. Danke nochmal an meine 3 Mitstreiter für diesen wunderschönen Angelabend an einem strukturreichen Strand, der wohl nicht nur für große Dorsche, sondern auch Meerforellen gut ist. In meiner persönlichen Top-Ten ist dieser Strand auf jeden Fall ganz weit vorn.
Gruß Helge