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Moin Moin alle zusammen, bin zwar schon etwas länger wieder zu Hause, hatte aber noch keine Zeit, meinen Urlaub in Worte zu fassen.
Los ging es am Freitag, den 16.06.2006
In aller Frühe, um 6 Uhr, ;-( traf ich mich mit meinen 7 Mitfahren, um unseren T5 und den Anhänger zu beladen.
Gegen 8 Uhr ging es dann los über die Vogelfluglinie nach Schweden und dann vom Öresund zu unserem Übernachtungs- Motel in Hamar. Dort kamen wir gut gelaunt gegen 21 Uhr an. Das Motel war leider, trotz Buchung, überbelegt. Somit schickte man uns nach einer kleineren Diskussion ins neben stehende „Scandic Hotel“ ein sehr guter Kompromiss wie sich später heraus stellte ... |
Schnell noch ein Etappen Bier geschlürft und ab in die Heia.
Morgens um 7 Uhr erwartete uns dann ein Frühstücksbuffet vom Feinsten. Nachdem wir alle gestärkt waren, ging es weiter über die E3 nach Lesund an der Trondheimsleia. Hier trafen wir gegen 14 Uhr bei herrlichem Sonnenschein ein.
Unser Vermieter Thorleif stand schon bereit, um uns in Empfang zu nehmen, die Hausübergabe ging schnell, da wir im vergangenen Jahr schon einmal hier waren. Also wurde schnell das Haus eingerichtet und die Ruten startklar gemacht. Gegen 18 Uhr konnten wir dann unsere erste Ausfahrt antreten, leider hatte sich der Himmel bezogen und es fing an zu regnen. Aber was ein richtiger Angler ist (Hüstel), dem macht sowas ja nichts aus.
Wir fuhren in einen Nebenfjord, in dem wir letztes Jahr stramme Köhler im Freiwasser erwischt haben. Nach 15 min Fahrt dann der erste Stopp. Wir warfen unsere Pilker aus und nach knapp 40 m der erste harte Biss, die Schnur sauste von der Rolle, geil dachte ich, die Jungz machen so einen Spaß. Innerhalb kürzester Zeit lagen die ersten schönen Köhler zwischen 70 und 90 cm in der Kiste.
Den ganzen Abend über kochte der Fjord, kleine Köhler sprangen aus dem Wasser und wurden von den „größeren“ gejagt.
Irgendwann war die erste Geilheit überwunden und wir fuhren mit einer Kiste schöner Fische Richtung Abend(b)rot.
Am Sonntagmorgen wollten wir gleich wieder versuchen, die Jungz zu überlisten, aber Pustekuchen nicht eine Gräte, außer ein paar halbstarken Köhlern und Dorschen war zu sehen. Das Wetter war immer noch toilettenmäßig, Regen ohne Ende und die Wolken hingen etwa 150 m über dem Wasser, ein richtiges Sauwetter.
Nun versuchten wir es im Tiefen mit Naturködern, was sich bei einer Drift von 0,1 sm als aussichtslos herausstellte. Zwei Ruten heruntergelassen und das Boot war geankert. Ich versuchte es dann noch mit der Pilkrute nebenbei, wenn ich aber meinen 80g Pilker seitlich eingeholt habe, drehte sich das ganze Boot. Wenig Wind ist ja schön aber gar kein Wind ist echt Mist.
Das gleiche Spiel wiederholte sich bis Donnerstag Morgen. Wir versuchten die ganze Woche, unsere Ziele vom letzten Jahr anzufahren, an denen wir schöne Fische überlisten konnten. Ob in 15 m oder in 150 m tat sich nicht viel, wir fingen zwar jede Menge Fisch, aber die Größen, die wir gewohnt wahren, blieben bis auf wenige Ausnahmen aus.
Am Donnerstag Morgen dann ein leiser Windhauch, heute musste es aber mal funzen, dachten wir uns, wir fuhren zu einem 20 min. entfernten Plateau, um schöne Lengs zu überlisten. Und siehe da, es ging gut.
Innerhalb von 2 Stunden fingen wir schöne Lengs bis ca. 1m und ein paar (wurmfreie) Lumpen bis 10 Pfd. Ich konnte noch einen Schellfisch von 4,5 Kg erwischen.
Leider wurde der Wind nun stärker und so entschlossen wir uns, die Heimfahrt anzutreten und es gegen Abend noch einmal zu versuchen. Im Hafen angekommen, lag neben unserem Haus ein großes Kabelverlegungsschiff, das uns die ganze Nacht mit seinen laufenden Maschinen auf die Nerven gehen sollte.
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Wir brachten die Fische zum Filetieren und zündeten unseren selbst gebauten Grill an, ein richtiger Naggen grillt halt auch in Norwegen.
Was dann passierte kann man nicht beschreiben, innerhalb von 15 min nach dem Anlegen wehte ein so heftiger Orkan, Wellen von ca. 1,5 m donnerten in die Hafeneinfahrt, so dass dem großen Schiff sogar die zwei Taue durchgerissen sind. Einen Knall, den man sich nicht vorstellen kann. Damit hatten anscheinend nicht einmal die Norweger gerechnet.
Wir versuchten, unseren Grill noch vor Wind und Regen zu schützen, es war aber zwecklos, zwei Sack Kohle waren in 20 min komplett aufgebrannt und nur noch ein Haufen Asche.
So musste dann das Grillen in die Pfannen verlegt werden.
Unsere abendliche Ausfahrt hatte sich nun auch erledigt, wir tranken ein paar Bierchen und beobachteten das Schauspiel aus dem Stubenfenster, in der Hoffnung, dass am Morgen alles vorbei ist.
Am letzten Morgen dann die Gewissheit, der Wind hatte nachgelassen, raus auf die Trondheimsleia konnten wir aber nicht, so versuchten wir es dann nochmals im Nebenfjord . Unser Glück, die großen Seelachse waren weg, nur kleinere Köhler bis 50 cm nahmen unsere Pilker.
Gegen 16 Uhr brachen wir dann das Angeln ab und fuhren nach Hause, die Boote und das Geschirr mussten ja noch gereinigt werden.
Samstag Morgen gegen 9 Uhr ging es dann in einem Rutsch (23Std.) zurück nach Deutschland, die Heimfahrt stellte sich noch als sehr schwierig heraus. Über 8000 Rennradfahrer waren an der E6 unterwegs um ein 500 km Rennen von Trondheim nach Oslo zu absolvieren, ein Überholen war oft unmöglich. Wir wichen dann wieder die 300km über die E3 aus und kamen in Hamar zurück auf die E6. Immer noch alles voll mit Radfahrern, wir guckten uns ziemlich sparsam an, weil wir unterwegs noch gescherzt hatten, dass wir die Jungz und Mädelz an der E6 wieder treffen. Selbst auf der dreispurigen Stadtautobahn fuhren die ihr Rennen Richtung Ziel.
Nach dem wir dann aber an Oslo vorbei waren, ging es ohne Probleme gen Heimat.
Komisch war nur die Fahrt durch Schweden, weil wir die Jungz in diesem Moment 2:0 plattgemacht haben ;-).
Fazit:
Vielleicht waren wir vom Vorjahr zu verwöhnt, was die großen Brocken anging und für das Wetter kann auch keiner was. Was aber viel wichtiger war „Spaß ham wir gehabt“ und das nicht zu knapp.
Gruß
Fiede
PS: In der Gallerie findet ihr noch mehr Fotos von der Tour.


