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1. Die Belly Ausfahrt
Schon seit Wochen beobachtete ich das Wetter im Internet, pünktlich zum Wochenende frischte der Wind aber jedes Mal wieder auf. Doch letztes WE war es endlich soweit. Ein 2er Wind aus SW und heiteres Wetter luden doch zum BB-Schippern ein. Kurz mit Micky telefoniert und wir waren uns einig. Samstagmorgen pünktlich um 7 Uhr war ich auf der Bahn in Richtung Ostholstein, gegen viertel vor 8 Uhr kam ich bei Micky an, schnell noch ein Tässchen Kaffee geschlürft und den Schlachtplan besprochen. |
Wir entschieden uns für Sehlendorf, ein Strand der uns noch nie im Stich gelassen hat. ;-) Gegen 9 Uhr hatten wir dann unsere Belly´s startklar und fuhren Richtung DK. Na gut, nach ca. 300m überlegten wir es uns wieder anders und fingen doch schon einmal an zu angeln.

Ein rot-schwarzer Snaps mit Dorschfliege am Vorfach sollten uns heute die Dorsche an den Galgen locken. Nach 10min kam dann der erste Biss, sollte es mein erster Bellydorsch werden? Ich setzte den Anschlag, Kopfschläge verrieten den ersten Dorsch des Tages. Nach einem kurzen Drill hing der erste am Galgen. Gebissen auf die Dorschfliege (Handmade by Marci). Damit wir nicht immer so über die Ostsee schreien mussten, tüdellte sich Micky backbords an mein Belly. Wie Oma und Opa auf der Hollywoodcouch ließen wir uns über die See treiben.

Der nächste Biss ließ nicht lange auf sich warten und so hing die Nr. 2 am Galgen - ein gut mitfünfziger Dorsch. Nach einigen Muscheln und Ostseerababer hatte auch Micky den ersten Fisch an der Angel, ein ca. 15 cm langer Selbstmörder, kleines Küsschen und ab mit ihm in die Fluten. Dann tat sich erstmal nichts, wir fuhren wieder zu unserem Start zurück und ließen uns noch einmal über die Stelle treiben und zack, der Nächste in einer schönen Größe bei mir. Mir schien die Sonne aus dem Mors, meine 2. Ausfahrt überhaupt und dann solche schönen Fische. An der feinen Spinnrute - echt der Hammer! Langsam fing der Wind an aufzufrischen und drehte auf NW, also trieben wir Richtung Festland. Während wir uns über Gott und die Welt unterhielten, stieg bei Micky ein schöner Dorsch ein. Na also, bei mir tat sich derzeit nichts. Also Köderwechsel, ein kleiner 30g Pilker war meine Wahl, ich ließ den Köder ab und sofort hing was Großes am Köder. Nach einem echt fetten Drill, lag ein 64er Dorsch vor mir. Also noch einmal runter mit den Haken, kleine Pilkbewegungen und „Rums“ noch ein guter Fisch hing an der Angel, leider bekam ich ihn nicht vom Grund weg und zack war die Schnur wieder lose. Schade aber was soll’s.

Der Wind frischte noch einmal auf und so fuhren wir ohne große Kraftanstrengung Richtung Ufer. Endlich angekommen musste ich erst einmal unbedingt was erledigen, aber Pustekuchen der ganze Beach war voller Touri´s, also ab durch die Dünen. „Nein“, noch mehr Touri’s. Meine Blase musste also noch ein wenig warten. Während das Blut so langsam wieder zurück in die Beine lief, fingen wir beide an zu zittern wie Espenlaub, so was ist mir auch noch nicht passiert. Es dauerte gute 15min bis man sich wieder richtig wohl gefühlt hatte. Ich holte meinen Eimer aus dem Auto während Micky die Fische versorgte.
2. Die Mittagspause
Jetzt erst einmal eine gepflegte Stärkung, Frau Micky in Spee servierte uns ein herrliches Mittagessen. Legger Klotzfisch mit Kartoffelpü und Spinat, dazu ein gepflegtes Bier. Jetzt kann es ja weiter gehen, gestärkt wie Popeye machten wir uns auf nach Weißenhaus, um ein wenig diesem ominösen silbernen Fisch nachzustellen.
3. Sideseeing in Ostholstein
In WH angekommen sahen wir schon was uns erwartete, gezählte 14 Spinnfischer standen unterhalb der Steilküste und weitere machten sich auf dem Parkplatz bereit. Kurz überlegt und weiter nach Dazendorf (kleiner Parkplatz), wir plünten unsere Sachen an und gingen zum Wasser, der Wind blies jetzt richtig heftig von vorne, nach 30 min überlegten wir uns dann doch auf die andere Seite, sprich Lübecker Bucht, zu fahren. Da das Fischen dort wenig Sinn machte.

Gegen halb 5 Uhr waren wir dann in Dahme am Taucherparkplatz. Klares Wasser und glatte See machte mehr Hoffnung. Im Wasser standen schon 4 Angler und ein Bellyangler machte sich bereit. Wir gingen rechts runter Richtung zweiter Buhne und dann ins Wasser, neben uns versuchte Kalle aus Neustadt noch ein wenig mit der Fliegenrute zu fischen. Leider tat sich bis zur Dunkelheit nichts mehr.
Es war mal wieder ein echt genialer Tag an der Ostsee mit jeder Menge Spaß und sogar mit dem einen oder anderen Fisch am Haken. Das mit dem komischen silbernen Fisch war uns ja vorher schon klar, aber versuchen kann man es ja mal.



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