Angelreisen (Artikel): Frohes (Beiss) Fest auf Langeland
geschrieben von redington04 on Freitag 22 Dezember 2006 22:59:17
Topic: Angelreisen
Langeland Fodslette Es war so ein Tag, wo wenn man nicht gerade Brandungsangler ist, lieber im Bett liegen bleiben möchte. Es wollte nicht hell werden, Regenböen den ganzen Tag und ein Wind aus SW mit einer 5-7. Ein typischer Tag mitten im Dezember auf Langeland. 


In meinem Haus bullerte der Ofen, ein heißer Tee stand auf meinem Tisch und ich knüpfte mir noch ein paar neue Nachläufersysteme, die ich heute einsetzen wollte. So verging die Zeit und ich konnte mich nicht so richtig überwinden das Haus zu verlassen. Na gut, am Vormittag düste ich schnell ins Angelcentrum Langeland zu Thomas' Frau, um meine Wattwürmer aufzufüllen, hatte von meinen ersten Versuch vor zwei Tagen gerade mal noch 30 Stück übrig. Auch ist es ja schön, wenn (M)ann alleine reist, eine Konversation einmal am Tag zu führen.

Langeland Fodslette

So packte ich fast schon zu spät mein Auto mit dem nötigen Gepäck, machte die Scheibenwischer an und fuhr die 30 km an den Strand nach Fodslette.
Angekommen, stand heute das Wasser richtig hoch, vor zwei Tagen sah das ganz anders aus. Was mir zu Gute kam, wußte ich doch jetzt wie der Strand in 40 Metern Entfernung aussah. Ich entschied mich für ein paar Meter neben dem Steinen, die heute garnicht zu sehen waren, auch fiel zu dieser Seite der Strand tiefer ab, kurz gesagt setzte ich mich neben das Riff.
Da eine gute Welle stand, der Wind in Böen eine gute 7 hatte und schräg von hinten kam, entschied ich mich für nur eine Rute, steckte die harte Spitze auf meine Power Aero und montierte die Rolle mit einer 0,23 Fireline XDS. Eine gute Wahl wie sich herausstellen sollte.
Dreibein und Wurmständer extra mit Gewichten beschwert konnte es los gehen. Zwei Wattis erst einmal aufgezogen, auf mein Nachläufervorfach, und ab ging das Blei, volle Entfernung. Unterstützend war der Wind, der noch ordentlich schob. Rute ins Dreibein und erstmal den Rest organisiert. Kaputze auf, zugeknöpft, dass nur die Nase herausschaut und auch den anderen Handschuh angezogen. Das erste mal bewegte ich mein Blei und siehe da es kam ein Biss. Ich war froh, das meine Taktik aufgehen sollte. Die 200 Gramm Bleie blieben liegen, kein großes Kraut und der Nachläufer fischte perfekt. Beim Einkurbeln merkte ich schon, dass es nicht der allergrößte Dorsch sein konnte. Er maß genau 34 cm und war ganz kurz gehakt. Ich setzte ihn in sein nasses Element zurück mit dem Wunsch, einen Erwachsenen vorbei zu schicken.

Langeland Fodslette

Zweiter Wurf und es verabschiedete sich mein gerade erst gebauter Nachläufer. Beim Schnureinholen sah ich dann die Bescherung. Am Knotenlos war auf 10 cm die gesammte Fireline wie aufgeraut und abgerissen.Ich hatte versäumt, vor dem Angeln mir den letzten Meter anzuschauen. Neue Spule montiert und weiter ging es. Rauswurf, an der Schnur gezogen, Biss. Fehlbiss! Alles von vorne, Nachläufer mit größeren Haken montiert und wieder hinaus. Auch da kam der Anbiss. Ich wartete, ließ ihn ziehen, zog selbst kurz mit Gefühl an und er hing. Wieder sitzt der Haken vorn im Maul. Bei diesen rauen Bedingungen und doch so spitz und vorsichtiges Beissverhalten. Ich probierte eine andere Distanz und auch da wackelte die Rutenspitze. Bis jetzt ein frohes Beissfest, jeder Wurf wurde belohnt.
Ich fischte jetzt auf gerade mal 20 Metern, also direkt vor den Füßen und auch da konnte ich wieder mehrere unter Maß fangen, leider alle so um die 36 cm.
Mein Wurmvorrat nahm ab, es wurde immer später und ich war zwar trocken aber der Regen lief nur so an meiner Jacke runter. Ich zog die letzten vier Würmer auf, es war so gegen 22:00 Uhr, warf auf mittlere Entfernung und baute so langsam meinen Wurmständer ein. Ich wollte dann mit meiner Rute auch so verfahren, zog aber wie den ganzen Abend über noch mal an der Schnur und, Anbiss. Jetzt hieß es abwarten, gegengezogen, der hing wieder. Beim Einkurbeln merkte ich schon das der größer sein mußte. Zum Vorschein kam ein schöner, dick gefütterter Dorsch, bestimmt um die 60 cm. Beim Messen brachte er genau 58 cm auf die Latte, ein schönes Tier!
Zufrieden mit mir und der Welt packte ich alles ins Auto und fuhr zurück in mein Haus, wo der Ofen bullerte und auf mich ein schönes Bier wartete!
Fazit: Erstklassige Bedingungen, extrem vorsichtige Fische, gefangen auf allen Entfernungen! - was muß da für ein Schwarm vor Ort gewesen sein!

Gruß und Frohes (Beiss)Fest
redington04    



Einstellungen

Druckbare Version  Druckbare Version

Diesen Artikel an einen Bekannten senden  Diesen Artikel an
      einen Bekannten
      senden


Als PDF erstellen  Als PDF
Artikel Bewertung
Punkte im Schnitt: 4.64
Stimmen: 14


Bewerten Sie doch diesen Artikel:
Schlecht
In Ordnung
Gut
Sehr Gut
Ausgezeichnet

 

"Angelreisen (Artikel): Frohes (Beiss) Fest auf Langeland" | Anmelden/Neuanmeldung | 2 Kommentare
Grenze
Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.
Re: Frohes (Beiss) Fest auf Langeland (Punkte: 1)
von Angelfiete2001 am Mittwoch 27 Dezember 2006 20:53:57
(Userinfo | Artikel schicken) http://
Schöner Bericht, so ein Abend könnte ich auch mal wieder ab.


[ Keine anonymen Kommentare möglich, bitte zuerst anmelden ]

Re: Frohes (Beiss) Fest auf Langeland (Punkte: 1)
von Koschi am Dienstag 02 Januar 2007 06:54:01
(Userinfo | Artikel schicken) http://
Netter, stimmungsvoller Bericht, danke! Alleine auf Langeland? Respekt!


[ Keine anonymen Kommentare möglich, bitte zuerst anmelden ]