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Nachdem die frühlingshaften Temperaturen am Vormittag noch zum Spazierengehen und Sonnenbaden einluden, sollte es am Abend in die Brandung gehen.
Wohin? Ohne Wind und glasklares Wasser, sicherlich nicht die besten Voraussetzungen. Ich erinnerte mich an Norman´s Worte, wenn mal es nicht so gut lief: „warum wart ihr nicht in der Teufelsschlucht – da geht immer was!“. Warum eigentlich nicht?! Als Jens und ich das Auto beluden, war eine merkliche Brise aus westlicher Richtung zu spüren. |
Wir schleppten unser ganzes Gerödel die Treppe hinunter und siehe da, leichte Brise schräg von vorn, ´ne niedliche Welle und ein paar Fetzen Kraut – Brandungsanglerherz, was willst du mehr?! Aufgebaut und gegen 18.30 Uhr flogen die Montagen Richtung Wasser. Hier gezupft und da gedreht, erstmal nichts, aber gut es war ja auch noch hell. In der Dämmerung die ersten Bisse und die erste Scheibe schlitterte an Land – na bitte, geht doch! Eine Stunde nach Einbruch der Dunkelheit ging es richtig ab, teils waren beide Haken besetzt, manchmal auch ´ne Lütte, die wieder schwimmen durfte – wir hatten gut zu tun.

Dann wurde es wieder ruhiger und wir hatten endlich mal Zeit auf den bis jetzt schon super schönen Abend anzustoßen. Während wir so da standen und klönten, sah ich die Spitze meiner linken Rute kurz zucken und Ruhe. In aller Ruhe Pils ausgetrunken, zur Rute gestapft, kurz Fühlung aufgenommen, boah hält da einer fest? Zwischendrin dachte ich noch: hmmh abgedreht, sch......!!! ....nee da ist noch irgendwas dran. Die Farben meiner Mono-Keule neigten sich dem Ende und im Schein der Kopflampe rutschte ein schöner Klodeckel auf den Strand, wat für ein Hammer-Teil. 44 cm ergab die Messung, mein bisher größter Ostsee-Butt. Jens drehte weiterhin in einer angsteinflößenden Beständigkeit Doubletten, als irgendwann die Frage aufkam, wie spät ist es denn? Oh doch schon halb zwölf. „Wie lange wollen wir denn bleiben Jens?“ – „Na bis die Würmer alle sind!“ – „Von mir aus“ .

Also weiter, und wie wir da so standen und Knicklichter guckten, zuckte die Spitze meiner rechten Rute. Ich hatte das Wort „Babydorschalarm“ gerade ausgesprochen, da wurde die Rute angehoben! Ein kurzer Sprint vor zum Wasser, andrehen und ich bemerkte heftiges Kopfschütteln. Der passt, dachte ich noch. Schön behutsam kurbelte ich ihn an Land, ein prima Ü50 Dorsch. Heute konnte gar nichts mehr schiefgehen. Es blieb der einzige, so sehr wir uns mühten. Es muss so gegen halb drei Uhr morgens gewesen sein, als wir völlig fertig, müde und total zufrieden der Teufelsschlucht enstiegen.

Fazit: Scheibendrehen der Extraklasse mit Überraschungsgästen, ein sehr genialer Angelabend bzw. –morgen. Suchtpotential? Extrem hoch! Norman, danke nochmal für den Tipp. Und Jens, wann gehen wir das nächste mal los?
Als dann, wir sehen uns am Strand Gruß Helge





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