... oder die erschreckende Erkenntnis wie weit 100 m wirklich entfernt sind.
Am 27.09.2008 trafen sich auf Initiative von Jan Herrmann vom Brandungsangelshop zunächst Jan, Jens und ich und später gesellte sich noch Karsten dazu. Wir wollten herausfinden, ob die „Stammtischparolen“ bezüglich der Wurfweite richtig sind bzw. es einmal nachmessen. Ihr Kommen zugesagt hatten wohl so einige, aber immerhin waren wir vier wild entschlossen. Bei herrlichem Spätsommerwetter legten wir eine Startlinie fest und begannen mittels eines Maßbandes Markierungen in den Acker zu rammen. Jens hatte in mühevoller Kleinstarbeit Schilder gebastelt (die Dinger waren Weltklasse). Alle 10 m kam ein Schild bis 170 m die erste Ernüchterung kam, als wir zurück an der Ausgangslinie waren: 100m sind ganz schön weit weg.
Nach den guten Anfangsfängen meines diesjährigen Langelandaufenthaltes wollte ich nun einmal experimentieren. Ich hatte bei einer Brandungsveranstaltung im letzten Jahr einen praktischen kleinen Eimer von Berkley mit Gulp Alive 8 cm Shrimp bekommen. Nach einem Jahr, das Verfallsdatum rückte immer näher, wollte ich diese Gummiteile nun einmal testen.
Seit dem vergangenen Jahr freue ich mich irgendwie auf diese, von Danny Hrubesch und seinem Team, ausgerichtete Veranstaltung besonders doll. Liegt es an der Location in Bad Doberan, am Team oder an der lokeren Atmosphäre und dabei noch gut durchdachten Durchführung? Ich kann es gar nicht so genau sagen, vielleicht auch daran, dass dieser Cup wohl wieder mein letztes Brandungsangeln in diesem Jahr sein wird und ich alles noch mal so richtig genießen möchte. In diesem Jahr gab es wieder einige Überraschungen, die die Vorfreue auf das nächste Mal wohl eher beginnen lässt ...
Es war August, genau der 07.08.08, als ich sie zum ersten Mal in Natura sah. Das Futteral der Rute stach mir gleich ins Auge, ein sehr hochwertiges, dickes Neoprenfutteral in einem leuchtenden Blau wurde mir ihn die Hand gedrückt und es fühlte sich guuut an. Jetzt stieg die Spannung noch viel mehr und ich fühlte mich an meine Kindheit erinnert, wenn es darum ging, die Geschenke auszupacken.
Dorsche in der Brandung? Fehlanzeige, kaum Fangmeldungen und selbst in diesem Urlaub noch keinen einzigen aus der Brandung gezerrt, das mußte sich ändern. So beschlossen Claudia und ich, uns am 15.10.2008 bei Olaf Neumann auf Fehmarn ein schnelles Boot mit Skipper für einen Tag zu mieten. Dies klappte auch problemlos und so standen wir etwas müde (Es steckte uns noch das vorabendliche DISTURBED Konzert in Hamburg in den Knochen), aber erwartungsvoll pünktlich um 08:00 Uhr vor dem Boot. Es hatte gerade angefangen, zu regnen und die Vorhersage für den Tag war auch nicht gerade verheißungsvoll. Aber egal, wir waren heiß ...