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Recht kurz entschlossen machten wir uns am letzten Märzwochenende auf dem Weg zur Küste. Ich wollte doch unbedingt probieren, ob der ganze Angelkram noch funktioniert. Auf dem Weg nach Rerik hielten wir zuvor kurz in Kühlungsborn, holten ein paar Wattwürmer und die letzten Informationen ein – hörte sich gar nicht so schlecht an. Der Wind kam aus Nordost und drehte auf westliche Richtung. |
Bei Kaiserwetter baute ich die Ruten auf und wenig später flog die erste Montage Richtung Fisch!? Bei sehr milden Temperaturen genossen wir den schönen Abend, als kurze Zeit später die erste Rute durch leichte Bewegungen der Spitze ankündigte, dass sich jemand an den Wattwürmern gütlich tat.

Mann war ich aufgeregt – endlich wieder angeln! Ich straffte die Schnur und wartete noch etwas. So jetzt aber die Rute in die Hand und los. Also Widerstand war da – also schauen wir mal! Und kurze Zeit später konnte ich einen schönen Butt von 40 cm in meinem Eimer parken. Na dass ging ja gut los.

Der Abend schien gerettet, bevor er begann. Nun tat sich auch an der zweiten Rute etwas und es gesellte sich ein Butt, so um die 30 cm, zu dem anderen und es war noch taghell. Nach einer dänischen Brotzeit und während sich die Sonne anschickte im Meer zu versinken, kam eine mäßige Dublette an Land.

Und weiter ging es Montagen auswerfen, beködern, ranzupfen und B I S S. Der nächste Fisch verabschiedete sich beim Surfen über die nicht-vorhandene Brandung – „S C H…..“! Aber egal, eine Mahlzeit war ja schon gesichert. Wir angelten in Richtung der Seebrücke in Rerik, wo die Sandbank etwas breiter wird. An der Stelle hatte ich es zuvor noch nicht probiert. Nun war es dunkel und der nächste Butt kam an Land. Während ich in paar Vorfächer neu beköderte, kündigte sich der nächste Fisch durch zaghaftes Wippen der Rutenspitze an. Umso überraschter war ich, ob der Gegenwehr am anderen Ende.

Aber kurze Zeit später schlitterte ein Butt von 42 cm auf den Strand. Einen weiteren Fisch (ich könnte wetten, es war der größte des Abends) versemmelte ich in Ufernähe. Nach ein, zwei kurzen Worten der Selbstkritik musste ich feststellen, dass es mittlerweile so gegen 23 Uhr war und die Würmers waren aufgebraucht (das Bier schon lange). Ein schöner Angeltag neigte sich dem Ende. Wir versorgten den Fang und liefen zu der nicht weit entfernten Unterkunft.

Nicht ein untermaßigen Fisch und keine Nemos waren das Fazit. Tags darauf brachte ich das Promenieren durch diverse Ostseebäder hinter mich, um schlussendlich wieder am Angelladen zu landen – Würmers mussten her!

Bei ähnlichen Wetterbedingungen probierten wir es diesmal weiter in Richtung Liebesschlucht. Auch hier ließen die ersten Bisse nicht lange auf sich warten. Es kam aber leider der eine oder andere untermaßige Fisch heraus, aber am Ende hatte ich 4 maßige Butts im Eimer und war hoch zufrieden. Ein super schönes Wochenende neigte sich dem Ende. Und wenn ich mir das gerade so durchlese, denke ich: HOFFENTLICH IST BALD HERBST! In diesem Sinne…
Gruß Helge


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