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Vorbereitung: - Abfahrt: 2:00 Uhr Abfahrt in Berlin-Hohenschönhausen - Fahrzeug: Unser Ei mit Dachkoffer und ausgebautem Mittelsitz Insassen: Claudia, Helge, Dirk, Meeresheini - Anweisung: Früh schlafen gehen und hoffen, dass der Wind nachlässt und das Wetter schön wird
Tatsächlich: - Abfahrt: 2:30 Uhr am geplanten Ort bei strömendem Regen - Fahrzeug: Unser Ei mit ausgebautem Mittelsitz und demontiertem Dachkoffer morgens um 2:00 Uhr - Insassen: siehe oben - Ankunft: 5:50 Uhr in Heiligenhafen bei schönstem Sonnenschein |
Wie es zu den o.a. Verzögerungen und Veränderungen kam, möchte ich nicht weiter beleuchten, bei Gelegenheit kann man ja mal darüber sprechen ;) An Bord der MS Karoline wurden wir sehr herzlich von Bruni, Jose und Marcel und den anderen begrüßt, es gab schönen warmen Kaffee und belegte Brötchen und um 6:30 Uhr ging es auch schon in Richtung Tonne 5 (nehme ich mal an ;)

Die Fahrt zum ersten Angelstopp war irgendwie kurzweilig, aber wir hatten uns ja auch eine ganze Menge zu erzählen, in den letzten Monaten haben wir ja alle viel erlebt . Ganz gespannt waren wir Landratten auf die Dünung, die uns der Norwind mit Stärken von 5-6 bescherte, waren aber angenehm überrascht, wie ruhig die Karoline den Seegang wegsteckte. Zur Sicherheit hatten Dirk und ich das Seeband angelegt und wir stellten fest, dass wir nicht die Einzigen waren ;) Wärend der Fahrt losten wir nach der Begrüßung durch Marcel die Plätze aus und ich durfte nach hinten ins Heck und Claudia in die Spitze, das bedeutete, dass wir uns den ganzen Tag nur während der Pausen sahen.

Bruni und Jose teilten mit mir das Heck und nach dem zweiten Stopp überlegte Jose schon, wo wir einen Psychologen her bekommen, da Bruni in der Mitte schon den zweiten Dorsch drillte. Das sollte aber nicht lange anhalten, denn Jose legte nach und ich überlegte wieder einmal, was ich wieder falsch machte. Nun ja, irgendwann merkt man es auch einmal, nutzt den guten Platz und zaubert eine Doublette an den Haken (oder schmeißt mit Glück in einen Schwarm ;) ). Bei einer Drift unter Wasser von bis zu 1,8 Seemeilen hingen die beiden Dorsche wie ein Stein an der Angel und ich durchquerte das gesamte Heck und sammelte auch noch Lothars Montage ein, der gerade ebenso beim Drillen war. Irgendwie kam dann das ganze Gerödel mit diversen anderen Montagen und den 3 Fischen tatsächlich an die Wasseroberfläche, den Angelstopp nutzen wir gemeinsam zum Entheddern.

Björn (Bussard) legte eine andere Taktik vor und überlistete eine gute Anzahl von Dorschen mit der Naturködermontage, das fand ich gut, da das bei diesen schwierigen Bedingungen gar nicht so einfach war. Als ich mich endlich auf diese eingestellt hatte und noch zwei weitere Dorsche fing, war auch schon Mittag, bei dem wir mit Schweinebraten, Kartoffelpüree und Weißkraut verwöhnt wurden.

Ein Blick in die anderen Kisten verriet, dass der fleißigste Angler mit 9 Fischen aus der Spitze kam und ich die Gelegenheit hatte, mir in der Nachmittagshälfte seine Angeltechnik anzusehen, da wir uns nebeneinander in der Mitte des Schiffes amüsieren durften. Wir Berliner hatten alle Fisch, die Menge ließ aber noch zu wünschen übrig. Zwischendurch nutzte ich immer mal wieder die Gelegenheit, mit der Kamera das ganze Geschehen auch noch in bewegten Bildern einzufangen, besonderes Highlight war natürlich Marcis Doublette :)

Die Mitte der Karoline ist wirklich schwer zu beangeln, da Überkopfwürfe nahezu unmöglich sind, so konnte ich meine Unterhandpendelwurftechnik wieder etwas verfeinern und das klappte auch ganz gut. Nur einen Haken hatte die ganze Sache, in der Andrift flog der Pilker ins Wasser, taumelte auf die etwa 15-20 Meter Wassertiefe und als ich das erste Mal anzog war er auch schon am Ende des Bootes angekommen. Grund: die starke Drift ging quer zur Welle und nach 3 maligem Anziehen war der Pilker auch schon unter dem Boot, eine eher nutzlose Angelegenheit. Die Abdrift lief etwas besser, mein 250 Gramm Pilker kam auch unten an, doch nur ein Dorsch wollte sich noch überlisten lassen, während mein schon erwähnter Nachbar noch 4 schöne Leoparden fing, Klasse setzt sich eben durch.

Um 14:30 Uhr war dann die 10-Stunden-Ausfahrt beendet, die Fische wurden vermessen und versorgt und bei lecker frisch gebackenen Waffeln mit warmen Kirschen und Schlagsahne zuckelten wir gen Heiligenhafen. Gerade noch rechtzeitig vor der Ankunft verlas Marcel das Ergebnis unserer Ausfahrt und wie sich das als Veranstalter gehört, fing er natürlich auch mit 17 Fischen die meisten, alle Achtung. Es folgten 3 fleißge Angler mit 13 Fischen und insgesamt hieften wir mit 36 Anglerinnen und Anglern 188 Fische an Bord, für diese schwierigen Verhältnisse ein vertretbares Ergebnis.


Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten ein nettes und praktisches Erinnerungsgeschenk mit nach Hause nehmen, herzlichen Dank dafür an das Mega-Angelcenter Martins aus Hamburg. Bei bestem warmen Wetter um die 26°C ging dieser Martins-Pilk-Cup zu Ende und wir freuen uns schon auf das Mal. In Heiligenhafen gab es noch ein Frisches (für mich alkoholfrei) und ein strammes Schnitzel und nach einer kurzweiligen Rückfahrt war für uns um 21:15 Uhr der lange Tag zu Ende. Wir fielen todmüde ins Bett, denn der nächste Arbeitstag rückte schon wieder in greifbare Nähe.

Vielen Dank an die nette Betreuung durch das Team der MS Karoline und an das Mega-Angelcenter Martins für die perfekte Organisation.
Euer Karsten
Alle Bilder findet Ihr hier



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