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Brandungsangeln (Veranstaltungen): 2004 - DAV - Brandungsangeltage 16./17. April 2004
geschrieben von
Meeresheini
on Freitag 30 April 2004 22:52:27
Topic: Verband: DAV e.V.
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18 Anglerinnen und ca. 120 Angler nahmen am ersten Wochenende der 2004er Brandungsangeltage teil und fingen mal mehr und oft auch weniger Fisch.
Am Freitag Mittag trafen wir uns wie gehabt im IFA-Hotel am Südstrand, wurden von Thomas Fischer herzlich begrüßt und erfuhren noch einige Details über die Disqualifikation beim Jahresvergleichsangeln 2003. Somit wurden endlich alle Gerüchte aus der Welt geschafft und wir konnten uns dem Hauptthema widmen, nämlich den kommenden 2 Angeltagen. Zu unserer Überraschung wurden für den Freitag die Strände Westermarkelsdorfer Huk, Altenteil, Teichhof, Niobe für die Männer und Miramar für die Frauen ausgewählt. Überraschung deshalb, weil der Wind mit 3-4 Windstärken aus Ost kam und sich die Strände allesamt im Norden bzw. im Süden der Insel befinden. Ich gebe zu, auch bei mir, der nach Niobe "durfte" machte sich nicht gerade Freude breit, wenn ich vorher gewußt hätte, was mich noch am Strand erwartet, dann ...
Die geplante Angelzeit wurde um eine halbe Stunde nach hinten verschoben, so dass wir von 19:00 - 0:00 Uhr unsere Würmer baden konnten. Pünktlich um 17:30 Uhr wurde am Strand mit der Verlosung begonnen, die gezogenen geraden Nummern kontrollierten die Sachen der ungeraden Nummern, so verzögerte sich der Abmarsch zum Angelplatz doch um einiges. Da ich wiedermal der Letzte beim Ziehen war und auch noch die Nummer 1 zog, mußte ich erst mein Zeug auspacken und danach alle Angelplätze ablaufen, da sich die Nummer 30 direkt am Parkplatz befand. So kam ich dann etwas außer Atem an meinem Angelplatz an und hoffte auf gute Fänge bei solch einem Topplatz. Der Wind kam logischerweise von der Seite, das Wasser war trüb, gute Bedingungen eigentlich. Doch was ich dann erleben mußte, gehört in die abgehakt-Schublade meiner Brandungsangler-Laufbahn. Ich hatte keine Bisse, ich warf weit, holte dicht ran, probierte diverse Köderkombinationen aus und alles was in den 5 Stunden kam, waren 3 Bisse und einen untermaßigen Butt. Dazu lief das Wasser wiedermal einige Meter weg und einigermaßen frustriert spazierte ich gegen 0:30 Uhr wieder zum Parkplatz zurück. Am Parkplatz hörte ich dann Sprüche wie : "Das war ja heute ein richtiges Favoritensterben.", "Wieviel hast Du? - 11 Butt", "Ich habe 9 Butt.". Fische gab es wohl trotz der nicht optimalen Bedingungen bei einigen Anglern ganz gut, nur bei uns vorn lief es nicht nur bei mir ziemlich schlecht. In unserer Ferienwohnung angekommen, sah es bei den anderen aus unserem Team auch nicht so toll aus, Klaus hatte 3 Fische und Frank 1. Einen Spruch durfte ich mir jedoch in dieser Nacht noch öfter anhören: "Willst Du mal sehen, wie Fisch aussieht? Wir genehmigten uns noch einen kleinen Schlaftrunk und ein Nachtmahl und gingen dann ins Bett, währenddessen ich überlegte, ob ich doch lieber am nächsten Tag mit Marco und dem FunFishingTeam angeln gehen sollte, träumte Klaus scheinbar schon wieder von großen Fischen :)
Der Samstag begann mit einem kräftigen Frühstück, ich wickelte die Wattis neu ein und band mir neue Doppelhakensysteme, da ich mit dem Gros meiner nicht so gut klarkam, nach dem Vorbild von Klaus' Montagen, diese wollte ich heute einfach mal testen. Wir werteten nicht nur den vergangenen Angeltag aus, sondern auch noch einige davor, wieder bekam jeder sein Fett ab und erwarteten die Auslosung der Strände. Was nun kam konnte schlimmer für mich nicht kommen - Heiligenhafen, Gillhus links -. Ich dachte nur, das kann doch einfach nicht war sein, Ostwind und dann das hier. Die anderen Strände Westermarkelsdorfer Huk für die Damen, Altenteil, Teichhof und Gillhus rechts vervollständigten die Auswahl. Schön jedenfalls für die Frauen, dass sie an den Strand "durften", an dem am Vortag am meisten gefangen wurde, nach der absoluten Pleite in Miramar ein kleiner Lichtblick für sie. In Heiligenhafen angekommen mußte ich dieses Mal nicht an letzter Stelle ziehen und hatte mit dem Platz 6 genau zwei Plätze links neben der Brücke vor dem DLRG-Haus noch einen der besseren Plätze gezogen, dafür stand ich aber mal wieder mitten in der ohnhin schon engen Buhne. Der Wind schlief dann auch bald ein, so dass ich sogar die Zitterspitzen aufstecken konnte. Das lauteste am Strand war wohl mein Radio, welches das "Wellenrauschen" glatt übertönte. Ich machte es mir in meinem Zelt gemütlich, ließ mir ein Bierchen schmecken und wartete auf die Dinge, die da vielleicht kommen sollten. Und sie kamen, noch in der Dämmerung vergriff sich eine Flunder an meinem neuen Doppelhakensystem und als es dann endlich dunkel wurde, wurden die Köder von kleinen Dorschen attakiert. Erstaunlicherweise bissen die meisten der kleinen auf den oberen Haken des Systems, der untere, als Nachläufer geschaltet, blieb so ziemlich unberührt. Irgendwann, ich war mit meinem Nachbar gerade in eine Unterhaltung vertieft, kam mir eine meiner Zitterspitzen entgegen. Als ich sagte:"Sieh mal, ein richtig schöner Hebebiss!", wurde die dünne Spitze schlagartig nach unten gezogen und siehe da, am anderen Ende hatte sich ein schöner 51er Dorsch in beide Haken meines Wishbone-Rigs verbissen. So war ich dann fast den ganzen Abend beschäftigt, ich mußte mir sogar meine Jacke ausziehen, aber leider blieb es bei dem einzigen maßigen Dorsch. Kurz vor Feierabend hatte ich noch einen richtigen "Hammerbiß" auf etwa 50 m, doch diesen konnte ich nicht haken. Am Ende dieses Tages belegte ich mit meinem Dorsch in meinem Sektor den 9. Platz, viele "Nullnummern" waren zu vermelden und einige enttäuschte Gesichter auf dem Parkplatz zu sehen. Ich erfuhr zwischendurch, dass der Sektor Gillhus rechts nach Süssau ausweichen mußte, da der Sektor bereits belegt war. Ich beneidete diese Angler, ahnte jedoch nicht, dass dort trotz der guten Brandungsbedingungen am schlechtesten gefangen wurde.
Warum an diesem Wochenende all diese Strände ausgewählt wurden, hat sich mir nie vollständig erschlossen. Die einzige Erklärung, die wir uns zusammenreimen konnten war, dass der Dorsch einfach noch nicht in Ufernähe war und deshalb Strände mit guten Plattfischvorkommen beangelt werden sollten. Das ist auch an den Fängen zu erkennen, die ich hier (ohne Gewähr) zusammenfassend darstellen möchte.
Freitag, 16.04.2004 Westermarkelsdorfer Huk: 101 Altenteil: 76 Teichhof: 88 Niobe: 74 Miramar (Damen): 4
Samstag, 17.04.2004 Westermarkelsdorfer Huk (Damen): 49 Altenteil: 85 Teichhof: 77 Gillhus links: 38 Süssau: 37
Größter Dorsch: 59 cm Größter Butt: 49 cm Fische gesamt: 629
So, das wars, ob ich vom nächsten Angeln im Herbst auch so ausführlich berichten kann, weiß ich noch nicht. Sollte ich wieder mit von der Partie sein, werden hoffentlich mehr Fische gefangen.
Viele Grüße Karsten
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