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Wir durchbrachen die Mauer ... 2 Berliner Gäste? Richtig, so langsam spricht sich auch bei mir in der Gegend herum, dass solche Ausflüge anstrengend, lustig und häufig auch mit guten Fangerfolgen einhergehen. Ob das auch alles so war, könnt Ihr auf den nächsten Seiten erfahren.

Dirk, Ralf und ich planten die gemeinsame Tour schon einmal eine Woche vorher voll durch. Wer besorgt was, wann gehts los, was brauchen wir noch an Angelgeräten? Schwer viel uns das nicht, ein Einmalgrill, ein paar Steaks, 1 Bier zum ablöschen ;) , Brot und schon konnten wir nicht verhungern. Mein Vorrat an Angelmaterial reicht wahrscheinlich auch für 10 Leute und Abfahrt sollte um 08:30 Uhr sein.
So war es dann auch, wir beluden den 9-Sitzer und fuhren ganz gemütlich zum Treffpunkt nach Reinfeld an der A1, dort warteten 3 Stunden später schon Marco, Enrico und Alexander. Stefan kam mit Nachwuchsangler Birk (10 Jahre alt ) und den Ködern, welche sich später in einer hervorragenden Qualität und Kondition präsentierten. Jetzt kam der schwierigste Teil der ersten Etappe, die Strandauswahl. Auf Fehmarn fanden die DMV-Brandungsangeltage mit 110 Teilnehmern statt, die Strände um Hohwacht und Weißenhaus sollten mit Vereinsanglern gut gefüllt sein. Ein Anruf auf Fehmarn bestätigte den Verdacht, dass an der Südküste (Miramar) am Freitag sehr gut gefangen wurde, bei Süd- bis Südwestwind auch kein Wunder. Da der Wind später eher in Richtung West drehen sollte, kamen für uns noch Dazendorf oder Wallnau in Frage. Wir entschieden uns für Wallnau und machten uns auf den Weg der letzten gut 100 km.

Das Berliner Team mußte unterwegs noch einmal einen Abstecher machen, da das Grillfleisch irgendwo gut gekühlt in einem Tiefkühler auf uns wartete ;) In Wallnau angekommen, fanden wir tatsächlich noch ein gutes Plätzchen für uns alle, den ganzen Krempel ausgepackt und an den Strand geschleppt. Der Wind wehte mit 5 Stärken schräg auf die Küste, der Aufbau des Schirmes inclusive des Überwurfes von Ralf gestaltete sich dementsprechend schwierig. Aber mit vereinten Kräften, 6 Leinen und eine halbe Stunde später hielt der Spaß dann endlich. Ganz in Ruhe bauten wir unsere Ruten auf und gegen 16:00 Uhr flogen dann unsere Monturen ins Wasser. Vorher mußten wir noch den nagelneuen Teleskop-Rutenständer von Ralf reparieren, da der Klemmechanismus nicht funktionierte (Testbericht folgt).

Da Dirk und Ralf lieber Plattfische angeln und ich ihnen in Wallnau eigentlich nicht viel Hoffnung machte, staunten wir umso mehr, als Stefan gegen 16:30 Uhr einen strammen 43er Butt aus dem Wasser zog. Birk, der sich gerade als Strandläufer betätigte, wollte uns das gar nicht glauben, dass sein Vater schon mal einen vorgelegt hatte. Wenig später hatte Marco eine schöner Flunder, dann kam ich dran (37 und 39 cm), dann wieder Stefan und wieder Marco (45 cm). So fingen wir drei in kürzester Zeit 7 Plattfische und es war immer noch hell. Bei Dirk, Ralf, Alexander und Enrico tat sich leider nichts.

Aber wenn es dunkel wird, dann müssen ja noch die Dorsche kommen. Doch was dann kam läßt sich leider mit ein paar Sätzen beschreiben. Das Wasser lief etwa 5 Meter weg und eine unheimliche Macht befreite unsere Haken in Windeseile von den Würmern. Auswerfen, 10 Minuten warten, herausholen und schwupps waren alle Haken blank. Ich versuchte es mit 6 Würmern, mit Miracle Baits und Kneifern, die Haken waren absolut leer gefressen, egal in welcher Entfernung vom Ufer. Fazit, Marco fing noch zwei halbwüchsige Dorsche und das wars dann auch. Gegen 21:30 Uhr kam dann der Regen, es wurde windiger, um 22:30 Uhr brachen wir das Unterfangen ab, die "Unheimlichen der Dritten Art" mit dieser aufwendigen Methode zu füttern.

Klatschnass verstauten wir das Angelzeug im Auto und verzichteten auf eine nächtliche Rückreise nach Berlin. Wir machten es uns auf den Bänken im Auto "bequem", warteten die Nacht ab und früchstückten am Sonntag früh in Petersdorf im Hotel "Vier Jahreszeiten" ausgiebig und fuhren danach in aller Ruhe wieder nach Berlin zurück. Und schon hat uns der Alltag wieder, wir haben eine Menge Spaß gehabt, leider nur wenig Fische gefangen, aber haben etwas für die Verbreitung des Brandungsangelns und die Jugendarbeit getan. Und das war schon ein Erfolg.
Beste Grüße Karsten
P.S. Ihr wollt mit uns auch gern einmal ein paar schöne Stunden am Strand verbringen, etwas lernen oder uns etwas zeigen? Meldet Euch einfach hier im Portal bei uns, im Kalender sind fast alle Termine nachzulesen.
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